the window to my life

Nun geht es Schlag auf Schlag

– meine Wohnung ist verkauft bzw. die Weitergabe ist vereinbart – nur einige Befunde bin ich noch schuldig
– mein Dienstverhältnis wird offiziell aufgelöst – alle Kollegen wissen Bescheid (was hab ich geheult gestern als es endlich raus war)

– und das wichtigste ….. das sind gleich zwei Dinge!

1. ) Ich habe uppehållstillstånd also Aufenthaltsrecht bis 10. März 2012 bekommen.

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Das ist einfach ein wundervolles Gefühl. Mein Schatz war jetzt ne Woche in Norwegen arbeiten und als er gerade heimkam, lag der Brief im Briefkasten. Unsere Partnerschaft ist als „seriös“ bezeichnet und ich darf mich zwei Jahre lang im Land befinden. Das nächste was ansteht ist jetzt also meine ganzen Verträge kündigen und dem Umzug steht dann nichts mehr im Weg …. *arme in die luft schmeiß*

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob ich einen Sticker in meinen Pass brauche, oder so?!

2. ) Ich habe doch tatsächlich einen Job in Aussicht, wer hätte das gedacht? Eine liebe Bekannte aus dem Internet, die ich schon erwähnt hatte hier an anderer Stelle und die alles was ich vor mir habe, schon hinter sich hat (sie ist Anfang des Jahres von Hamburg nach Schweden zu ihrem Schatz ausgewandert) hat mir eine Jobanzeige aus Karlstad für eine deutsche Call-Center Mitarbeiterin geschickt.

Das ist einfach der Wahnsinn! Erstens die Möglichkeit mit meiner Kommunikationsstärke in Deutsch in Schweden zu arbeiten (obwohl der Job leider auf 6 Monate befristet ist – ist eine Mutterschaftsvertretung) und dann … sind wir es uns ehrlich … wer ist heutzutage so selbstlos und nett und tut soetwas? Sie hat mir geschrieben sie war auf Jobsuche, hat sich in der Stadt verklickt und hatte quasi das Jobangebot vor sich und hat an mich gedacht. Wer ist so nett in der heutigen Zeit? Wäre die normale Reaktion nicht das Angebot enttäuscht zuzuklicken, weil es nichts für einen selbst ist? Ich weiß es nicht, ich weiß nicht was ich getan hätte, ich weiß nur das ich meine ganzen Hoffnungen und Träume in dieses Jobangebot setze und das ich so unheimlich dankbar bin.

Ich rief gleich am nächsten Tag bei der Firma an und stellte 3 Fragen an die deutsche Mitarbeiterin:

1.) Braucht man schwedisch für den Job?
Antwort: Sie brauchen dahingehend schwedisch, da die Arbeitskollegin nur schwedisch sprechen.
Merkpunkt: Ich dachte vorher die ganze Firma wäre deutsch, aber es scheint das eine Einzelperson die deutschen Kunden bearbeitet und diese jetzt in Mutterschutz geht für 6 Monate.

2.) In welcher Sprache soll ich meine Unterlagen schicken? Deutsch, Englisch, Schwedisch?
Antwort: schwedisch
Merkpunkt: Nach deutsch hatte ich dahingehend gefragt, da ich von Grund an dachte, es handelt sich vielleicht um eine deutsche Geschäftsführung und da deutsch so ausdrücklich gewünscht war, dachte ich mit dem könnte man vielleicht sogar noch auftrumpfen. Nachdem ich hörte in schwedisch, schnürte sich mir der Hals zu … das konnte ich doch gar nicht schaffen, mein schwedisch ist nicht annähernd so gut.

3.) Ab wann wäre die Dienststelle zu besetzen?
Antwort: Sommer
Merkpunkt: Klasse, da ich ab Anfang Mai in Schweden bin!

Dann meinte ich halt noch zu der Dame, dass ich leider kaum schwedisch spreche, sie sagte sie würde mit ihrem Boss sprechen und mich zurückrufen. Das geschah auch gleich zwei Stunden später.

Diesmal sahen die Antworten schon ganz anders aus:

– zu 1.) fragte sie mich, ob ich fließend englisch sprechen könne für die Bürokommunikation, was ich natürlich fleissig bejahte. Ich hoffe darauf, dass ich als deutsch native speaker da einfach genug Pluspunkte habe, dass das holprige schwedisch eventuell in Kauf genommen wird.

– zu 2.) ihr Boss meinte ich darf meine Bewerbung auch in englisch schreiben. Juhuuu was für ein Stein vom Herzen. Ich habe daraufhin zwei Tage mit Hochdruck an meinen Bewerbungsunterlagen gefeilt und mich schlussendlich noch dazu durchgerungen sie um 30,- von einer Übersetzerin Korrektur lesen zu lassen. Sicher ist sicher, da wollte ich kein Risiko eingehen.

– zu 3.) der Boss meinte ab Ende Mai wäre die Stelle eventuell schon zu besetzen, das wäre natürlich noch viel besser als Sommer. Im Stellenangebot stand auch „6 Monate oder länger“ und ich denke mir, wenn er mich mit Ende Mai anstellen will damit ich noch 1 Monat eingelernt bin, dann gibt es 8 Wochen Schutzfrist und wer weiß, vielleicht will die Dame ja doch ein paar Monate länger beim Baby daheim bleiben, man kann ja hoffen.

Ich bin geradezu besessen von dem Job, ich muss ihn kriegen, ich will ihn kiegen. Er ist meine Ausflucht … ich müsste nicht in der Einöde versauern, putzen gehen um ein bissel dazu zu verdienen, mich nicht von „seiner“ Familie dauernd zur Rede stellen lassen was ich denn nun mache. Ich bin kein selbstsüchtiger Mensch, aber diesen Job wünsche ich mir, so sehr, so sehr.

Am Mittwoch habe ich die Unterlagen weggeschickt …. bis 27. März geht die Ausschreibung. Bitte …

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Kommentare zu: "" (2)

  1. Tamara schrieb:

    SUPER! Das sind ja mal gute Nachrichten 🙂 Freut mich echt für dich, bzw. für euch!

    Dh jetzt gehts vermutlich ruck zuck.
    *Seuuufz* 😉

    Ich drück dir für den Job ganz fest die Daumen, das wär echt supergenial wenn das hinhaut! Aber warum sollts net klappen, passt ja auch in deinen positiven „lauf“ *blaue daumen hab vom drücken* 😉

    hach.. nimma lang.. *snief* *g*
    ich wünsch dir echt das das alles so positiv weiterläuft!
    Bussal

  2. Hej hej, „rädisa“ 🙂 Natürlich habe ich an dich gedacht – du machst schliesslich genau dasselbe durch wie ich. Die Jobsuche ist das Schwerste hier – erst recht wegen der Sprachbarriere – darum schicke ich dir weiterhin gerne alles, was ich in der Nähe von Karlstadt finde…! Versprochen 😉
    Katgo

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