the window to my life

Ich möchte mich wirklich kurz zu Wort melden, weil es schon spät ist. Seht es als kurzes „Gekrixel“ an.

1.) Vorstellungsgespräch: Ich hatte ein angenehmes und erfolgreiches Vorstellungsgespräch. Die Firma hat mir zu verstehen gegeben, dass sie auf Grund meines Lebenslaufes und meiner Schuechternheit am Telefon angenommen hatte, mein schwedisch sei sehr viel schlechter. Ich wurde in den siebten Himmel gelobt, obwohl ich gar nicht viel gesagt hatte (der Chef hat sich aufs reden konzentriert und aufs meckern ueber die deutsche Mentalität der Mutterfirma *lol*) Ich glaube auch wenn ich den Job nicht bekomme muss ich meinen „ansökningsbrev“ ein bisschen ändern. Die Frage ist nur was ist das Mitelding zwischen „god grundnivå“ und „flytande“. Ob ich den Job kriege oder nicht werde ich wohl nächste Woche erfahren. Ich bin hin und hergerissen. Die Fahrtzeit ist wirklich lang, aber ich wuerde alles geben fuer einen Job. Auf der anderen Seite habe ich Panik. Ich sollte am 2. April mit SAS (Svenska som andra språk) beginnen und fuehle mich irgendwie so, als ob ich diesen Kurs noch bräuchte um im Schwedisch sattelfest zu werden. Viele sagen das wird schon kommen mit der Zeit aber ich weiss nicht. Mein Vater hatte sich damals nach dem einwandern fuers arbeiten entschieden und den Sprachkurs nach aehnlich langer Zeit aufgegeben und spricht heute noch sehr gebrochen deutsch und grammatikalisch nicht fehlerfrei. Mhm … ich glaube ich werde mich mal zuruecklehnen und die Firma entscheiden lassen. Ich habe mein bestes gegeben. Ach und eine Warnung: Lasst euch niemals vom Jobcoach in die Pfanne hauen. Meiner hat gesagt schwedische Firmen fragen nicht nach dem Gehaltswunsch. Ich war beruhigt weil ich mich mit der Steuerlage nicht auskenne und S hat ja nur 12 Gehälter, während wir in Ö 14 haben. Ich war verunsichert und habe beschlossen, gut ich muss mich damit nicht auseinander setzen.  Der Jobcoach sagte, wenn die Firma interessiert ist bieten sie dir was an. Na ich sitze dort sie fragen natuerlich nach meinem Gehaltswunsch. URGHS … bin nicht gluecklich im nachhinein ueber die Zahl die ich gesagt habe, aber gut, wer weiss wird das ueberhaupt relevant. Wir werden sehen. Ich hoffe und bange in beide Richtungen …

 

2.) Atomkraftwerk Japan: Frueher konnte ich alles viel leichter von mir wegschieben. Nun wo ich soviel Kontakt zu anderen Ausländern habe, bin ich noch mehr betroffen. Ich habe ein japanisches Maedel in meinem Kurs, mit Eltern, Familie & Freunden in Tokio. Ich kann eigentlich nur soviel sagen, dass ich beunruhigt bin und das meine Gedanken ganz fest bei den Japanern sind und bei uns allen. Ich bin sehr beunruhigt. Wenn man daran denkt, dass sich eine Verstrahlung von Gegenständen erst nach 100.000 Jahren abbaut … möchte ich eigentlich nicht wissen wohin der Wind ueber die Zeit die Strahlung bringen kann. Aber erst einmal möchte ich nicht egoistisch sein und an mich und meine Familie denken, sondern die Menschen die es unmittelbar betrifft.

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Kommentare zu: "Vorstellungsgespräche & Kernkraft" (4)

  1. Annika schrieb:

    Hallo Xainee,
    seit einiger Zeit lese ich in deinem Blog mit und frage mich, was wohl aus deinem Vorstellungsgespräch geworden ist…
    Viele Grüße,
    Annika

    • Huhu!
      Das Vorstellungsgespräch war sehr aufschlussreich fuer mich, aber gleich Vorweg: Ich habe den Job nicht bekommen!
      Ich war jedoch sehr gut vorbereitet und denke es lag vorallem daran dass ich mich auf schwedisch wohl eher nicht so toll vermarkten konnte und ausserdem daran, dass ich zwar alle Qualifikationen hatte aber sie einen Verkäufer wollten und im verkaufen habe ich wirklich keine Erfahrung, ich konnte also die Entscheidung verstehen.
      Was ich aus dem Vorstellungsgespräch gelernt habe ist auf jedenfall mehr mit meinem Schwedisch anzugeben. Ich hatte immer im Lebenslauf stehen „god grundnivå“ und mir wurde hundertmal nachher bestätigt dass ich viel besser schwedisch spreche als sie gedacht haben. Nach Ruecksprache mit meinem Jobcoach schreibe ich jetzt gar kein Niveau mehr rein, sondern nur noch wie lange ich schon schwedisch studiere und das ich schnelle Fortschritte mache. Ziel des Ganzens ist, dass mich die Leute anrufen und einladen, weil sie neugierig sind ob die Schwedischkenntnisse gut genug sind. Was soll ich sagen, bis jetzt hat es noch nicht geklappt.
      Ich bin im Moment so planlos und schwimme ein wenig. Ich werde mir jetzt erstmal die schwedische Hochschulberechtigung holen und ein paar wirtschaftliche Gymnasialkurse machen nächstes Semester und dann schauen wir mal wo ich ende. Natuerlich bewerbe ich mich auch regelmaessig nebenbei aber es hagelt eher absagen.

  2. Ich bin auch neugierig ! Schon so lange nichts mehr von dir gehört.. *Sorgen mach*… Und plant mal euren Ausflug nach Göteborg! Jetzt, wo das Wetter wieder besser ist, wäre ein Treffen doch ideal! 🙂

    • ich werde mich mal aufraffen und wieder etwas in den Blog schreiben, das ist ja schon lang ueberfällig. Ich war auf deiner Website, habe ich dir das geschrieben? Die gefällt mir aussergewöhnlich gut. Daumen hoch!
      Und Ausflug nach Göteborg klingt supergut, leider sind wir im Moment nicht soooo fluessig, aber vielleicht Ende Juni wenn ich aus Wien zurueckkomme. Wäre echt schön, wuerde euch so gerne mal treffen und von der Stadt habe ich auch sovieles gehört! Kram!

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