the window to my life

Den här är min första texten på svenska och jag vet att jag gör mycket fel. Men man måste börja någonstans, nej?  Kanske kommer jag att skratta om texten nästa år.
Förra veckan läste vi på kursen hur man ringer på vårdcentralen. Och just där fick jag mycket ont i ryggen.
I fredags kunde jag inte stiga upp från sängen. Min kille jobbade och jag var tvungen ringa vårdcentralen själv.

Jag tog pappret från kursen „Beställa tid 1“ och det hälpte mycket.

„Jag skulle vilja beställa en tid. Jag har så ont i ryggen. Min personnummer är, etc. etc. … “

I går försökte jag besöka kursen igen, men jag mådde inte bra, så jag stannar hemma idag.
Men igår lärde vi „preteritum- dåtid“ och det hjälper skriva den här texten nu.  Jag är hemma, men jag måste träna mycket. Skriver den här texten  är min övning för idag.

Jag vill säger „tack“ till Sverige, därför att jag får besöka en gratis svenskkurs här. Alla invandrare borde besöka en språkkurs. Verklig! Och nu måste jag gå till sängen igen, så att ryggen blir bättre snart.

Hejdå!

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Impressionen …

Wenn man den Frost bei uns am Morgen im Garten sieht, dann mag man nicht glauben das es am Tage so einen herrlichen AltweiberSommer-Herbst gibt.

Was weiss man so ueber Schweden? Da sind die Leute blond und dort ist es kalt. Und zu der Kälte muss ich sagen: Ja es stimmt – ABER …. in Wien habe ich lange nicht soviele sternenklare Nächte und strahlend blaue Sonnentage gesehen. Und ich sage ganz klar, besser 6 Grad und molliger Sonnenschein als 10 Grad und tröge Wolken. Hoch lebe der Norden!

Geschenkt wird einem nichts in Schweden.

Durchs reden kommen die Menschen zusammen, sagen wir in Österreich und es stimmt. Dauernd erfahre ich was neues in meinem SFI Kurs. Diesmal ist es, dass es etwas gibt das „instegsjobb“ heisst. Jemand der unter 36 Monate Aufenthaltsgenehmigung hat, arbeitslos, einen Schwedisch Kurs macht oder gemacht hat, ist und bei Arbetsförmedlingen registriert hat die Möglichkeit gefördert zu werden. Dem Arbeitgeber der einen anstellt werden 75% des Einkommens erstattet, was einen natuerlich super attraktiv fuer den Arbeitsmarkt macht. Ich bin natuerlich gleich zu Arbetsförmedlingen geflitzt weil ich total schockiert war – mir wird ins Hirn getrichtert ich soll am besten meinen SFI Kurs aufgeben und umsonst ein Praktikum als Putzfrau machen um am schwedischen Arbeitsmarkt Fuss zu fassen … als ob es so völlig unwichtig wäre sich mit Sprache in die Gesellschaft zu integrieren (aber ich bezieh ja Geld – da nur keine Zeit verschwenden ….) und dann wird mir so eine wichtige Info vorenthalten. Dort konnte man mir aber gar nicht helfen und meinte ich soll meinen „handlägare“ anmailen. Ich kriegte nur nen Ausdruck mit auf dem ich lesen konnte, dass das nicht fuer EU Mitglieder gilt.

Das hat mich ebenfalls schockiert. Ich kann mich noch erinnern als ich ein Kind war und meine Eltern fuer die EU gestimmt haben – da haben sie gesagt „wir machens fuer dich Kind – damit du ueberall hingehen kannst – damit du es besser hast als wenn wir nicht dabei wären – damit du Vorteile hast.“ Und Vorteile wurden einem ja mit der EU Mitgliedschaft auch versprochen. Nur wo genau ist mein Vorteil als EU Mitbuerger wenn ich bei solchen Förderungen ausgenommen werde? Dort vor Ort sagten sie mir auch nichts dazu das eine Mitschuelerin von mir noch einen Schwedischkurs an der Folkuniversitätet gezahlt bekommt und dafuer allein das sie schwedisch studiert 170 kronen pro Tag kassiert. Nein dazu können sie nichts sagen, es gäbe viele verschiedene Programme und sie geben ueber andere Leute keine Infos raus. „Infos ueber die Person brauch ich nicht – die hat mir das eh erzaehlt“ sagte ich „nur wie man mir vielleicht besser helfen kann will ich wissen“ aber ich bekam nur Kopfschuetteln.

Nun habe ich das ganze meiner Zuständigen geschrieben und die hat nur geschrieben ich passe nicht in die Kriterien. Nicht etwa weil ich EU Mitbuerger bin (ich habe nämlich erwähnt das ich das traurig finde und ob es nicht auch ein Förderprogramm fuer EU Buerger gibt) sondern weil die Förderung nur fuer Arbeitslose ist die unter 12 Monate beim Arbeitsamt registriert sind. Öhhaaa. …. ok und was trifft da nicht auf mich zu?

Auch Alfa-Kassan spielt lustige Spiele mit mir – Kassakarten die nicht zugeschickt werden, trari trara … alles muss man nachfragen.

Ok ein Plus in Schweden ist, man kann mailen und kriegt auch antworten – aber man muss wirklich schauen das man nicht uebrig bleibt – denn auf dem Tablett serviert wird es einem nicht. Hab Glueck und erfahrs oder bleib blöd …. so irgendwie kommt mir der Jungle  um Arbetsförmedlingen und Alfa Kassan vor.

Und ja … Arbeitslosengeld bekomme ich …. wie viel werde ich nicht schreiben, nur so viel, dass es sogar viel weniger ist als in Österreich das „Notstandsgeld“ vom Arbeitsamt. Man will nicht undankbar sein. Nur wie wird das Geld berechnet? Wie funktioniert das? Das bleibt einem selbst zum erorieren oder nachfragen – das allein nervt ein bisschen.

Wenn irgendjemand sich austauschen mag – reden ist weniger muehsam als schreiben.

… noch eine kleine Botschaft die nichts mit Schweden zu tun hat oder nur insoweit, dass ich wenig in meinem Ursprungsland anwesend bin.

Liebe Tamara, ich habe deine sms bekommen. Sehr ruehrend.
Ich wuensche Sascha und dir alles Liebe und Gute zur Verlobung.
Ich hoffe ihr ladet fruehzeitig zum Hochzeitstermin ein 😉 damit ich auch kommen kann.
Fuer eure Zukunft wuensche ich euch von Herzen nur das Beste.

Viele mögen vielleicht sagen ihr wagt euren Schritt sehr schnell, aber wenn man es so sieht – habe ich meinen Schritt nach Schweden auch schnell gewagt und nie bereut.

Von demher …. gehts jetzt fuer euch auch … auf auf ins neue Leben.


Heute feire ich meinen ersten kleinen Erfolg. Ich habe das erste Mal mit mir fremden Schweden auf schwedisch gesprochen und zwar bin ich in die Bank und habe einen Scheck eingelöst und Geld eingezahlt. Auf die Frage „hur lång behöver det?“ habe ich zwar ein „vad sa du?“ geerntet, aber ich konnte mich auf schwedisch drueberhangeln. Es ging sicher nicht so gut wie ich wollte, aber es ging irgendwie und ich will mich jetzt bemuehen weniger englisch und mehr schwedisch zu sprechen. Ich glaube das tut mir gut. Statt „på mitt kontot“ habe ich auch „i mitt kontot“ gesagt … aber was solls. Ein Anfang ist gemacht und ich bin relativ stolz und hoffe ich höre mich nicht wie der letzte Affe an.

Letzte Woche habe ich auch den letzten Hauch Spätsommer eingefangen auf Bildern – denn jetzt ist schon alles bunt hier. Die Bilder möchte ich euch noch zeigen.
Ansonsten habe ich gelernt, dass man sich in Schweden unter Freunden zur Begruessung kein Kuesschen gibt (was ich schade finde) und das der Herbst hier nicht am 23. September anfängt und der Fruehling nicht am 21. Maerz, sondern einfach dann wenn halt die Jahreszeit wechselt … interessant interessant.

Und die Kleider haben wir jetzt im Kurs durch – wir können so gut Kleider beschreiben, heute habe ich zu meiner Sitznachbarin gesagt, wenn wir nach Hause in unsere Länder fliegen ist zum. der Telefonsex schonmal gesichert. „Jag har ett par röda strumpbyxor på mig“ 😉 😉 😉

Ach und eine schwedische Weisheit zum Schluss: „Det finns inget dåligt väder. Det finns bara dåliga kläder.“ Ich hoff mal ich hab alles richtig geschrieben, da habe ich noch meine Problemchen. Die Uebersetzung hierzu wäre: „Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte Kleider.“ Suess oder? Klar, warum sollte sich der Schwede auch eingestehen, dass es in Schweden oft schlechtes Wetter gibt – tze … zieht euch ordentlich an – dann ist das Wetter auch gut.

Das wars fuer heute von mir – hejdå

Hur gör man i Sverige?

Hej

Lange ists her das ich geschrieben habe. Mein SFI Kurs bei Komvux begann am 16. August. Nach knapp einer Woche habe ich mich mit einer Extraerlaubnis aber aus dem Staub gemacht um einen ausgedehnten Urlaub in Wien zu verbringen. By the way: Kennt jemand von euch den Film „Sound of music?“ Ich werde so oft in Schweden angesprochen. Sogar von einer Amerikanerin in meinem SFI Kurs … ein Film der in Ö spielt. Also jeden den ich aus Ö gefragt habe, hat genauso ahnungslos wie ich dreingeschaut.
Jetzt bin ich seit einer Woche wieder in Schweden und habe viel im Schwedischkurs verpasst und doch nicht soviel. Am Anfang waren wir 26 im Kurs. Die Amerikanerin und ein Russe sind in meiner Abwesenheit in einen fortgeschrittenen Kurs gegangen. Ich habe das schon in meiner Abwesenheit per e-mail mitbekommen und war gleich ganz geschockt. Als ich zurueck kam meinte die „Lehrerin“ ich solle jetzt wieder „reinkommen“ und dann reden wir drueber ob ich eventuell auch in einen fortgeschrittenen Kurs möchte, ich habe das aber gleich abgelehnt. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin mehr dafuer alles von der Basis zu lernen. Klar, manchmal bin ich wegen meiner Ausgangssprache deutsch im Vorteil und habe das Lernziel schneller erreicht, aber darum geht es mir gar nicht. Ich lerne jeden Tag was neues, frische was altes auf und vorallem möchte ich die Kontakte nicht aufgeben die ich geschlossen habe.
Hongyan aus China – meine erste richtige Freundin in Schweden – die mich im Gegensatz zu den Schwedinnen die ich bis jetzt getroffen habe richtig versteht, meine Scherze und mit mir auf einer Wellenlänge schwimmt. Dann Mika, die nette Japanerin. Jwan aus dem Irak, mit der ich nie viel spreche, weil unser schwedisch nicht so gut ist und sie kein englisch spricht, aber neben der ich sitze und wir haben trotzdem in gewisser Weise super Kontakt miteinander. Das Mädel aus dem Iran, ich glaube sie heisst Sahar – sie lächelt immer so nett. Und ueberhaupt … ich hänge viel zu sehr an den Leuten. Ich habe mich lange mit meiner Mutter und meinem Freund unterhalten und sie unterstuetzen mich in der Meinung, dass ich nichts ueberstuerzen brauche. Es ist nicht so das ich nichts neues lerne. Ok …. bestimmte und unbestimmte Form kannte ich schon. Und auch die Pluralregeln habe ich mir schon mal angeschaut. Aber hey, ich bin sowas von nicht sattelfest und habe mir jetzt einfach die Meinung gebildet, besser einer der „Besseren“ im Grundkurs als total ueberfordert im fortgeschrittenen Kurs.

Ansonsten kann ich nur POSITIVES von Komvux und SFI berichten. Ja, wir sind eine grosse Gruppe, aber die Lehrer sind echt toll. Da hat man wirklich diejenigen rausgepickt, die ihre Arbeit mit Liebe und Leidenschaft betreiben. Und auch die Möglichkeiten sind klasse. Wir haben ne Art Videoprojektor von einem PC in der Klasse. Die Lehrerin schreibt, es wird auf die Wand projeziert und sie kann auf der Wand auch schreiben, „einringerln“, unterstreichen, hervorheben, etc.
Das ganze wird dann als PDF ins Netz geladen und auf unserer Online-Lernplattform gespeichert. http://www.itslearning.com
Da hat jeder Schueler ein Login – zum testen gabs sogar fuer jeden im Kurs einen Leihlaptop. Also ich bin ja schon lang aus der Schule raus, aber ich bin mir gar nicht so sicher, dass Österreich diese Mittel fuer normale Schueler zur Verfuegung stellt, geschweigedenn Ausländer.
Wir haben 5 x die Woche 3,5 Stunden mit einer halben Stunde Pause. 4 x morgens, 1 x nachmittags. Angesiedelt sind wir in einem Gymnasium, wir haben aber ein eigenes Stockwerk, so dass wir nicht so wie die Deppen zwischen Teenies rumschleichen muessen. Wir haben einen eigenen Pausenraum und …. es gibt nichts zu bemängeln. Alle Buecher haben wir gratis bekommen. Das Kursbuch ist ausgeliehen, dann ein A5 Schreibheft und ein Grammatikbuch das ganz uns gehört. Fuer die asiatischen Schueler gibts nachmittags einen Förderkurs fuer die Aussprache. Ausserdem gibts noch eine Filmdatenbank „hur gör man i Sverige“ (wie macht mans in Schweden….) wo der Umgang im täglichen Leben erklärt wird. Fuer mich wirkt das manchmal ein bisserl albern, aber vielleicht auch nur weil ich in Europa aufgewachsen bin.

Ich habe durch Zufall mitbekommen, dass in Österreich ein Vergleichssprachkurs zum schwedischen SFI 400,- Euro im Monat kostet und man nach positiv abgeschlossener Pruefung 80% vom Staat refundiert bekommt. Hier muss man das nicht, ein echtes Sozielplus.

Wie gesagt,wir sind 26 Leute von 20 verschiedenen Nationen und 21 verschiedenen Sprachen. Und ich liebe es. Ich bluehe richtig auf.
Muendlich bin ich noch immer sehr sehr stottrig, grottig, verstehe auch das „värmlanska“ meiner Umgebung nicht so gut. Aber ich liebe den Kurs und ich bin dem schwedischen Staat sehr dankbar, dass uns Ausländern soetwas ermöglicht wird.

Ansonsten kann ich nur sagen … als ich von Wien wieder heimkam hatte ich Angst, dass all das Heimweh vom Anfang wieder auf mich zugeschossen kommt. Aber ich muss sagen, ich habe mich sofort wieder zuhause gefuehlt und obwohl ich ja Angst vor der Dunkelheit des Winters in Schweden habe – muss ich gestehen, ich freue mich schon heimlich auf den ersten Schnee. 🙂

Morgen sind uebrigens Wahlen und auch wenn ich erst 4 Monate hier lebe, darf ich als EU Bueger fuer die Kommune und fuer das Bundesland wählen. Fuer das Parlament nicht, aber das ist ok – so gut kenne ich mich hier auch noch nicht aus. Mein Wahlrecht werde ich aber in Anspruch nehmen – vielleicht macht ja meine „eine“ Stimme auch einen Unterschied. In Karlstad sind vorgestern die „Sverigedemokraterna“ mit Eiern beschossen worden … *kicher* wens interessiert, das wäre die FPÖ in Österreich. Im SFI haben wir uebrigens eine Fake-Wahl gehabt, wieder unter dem Motto „hur gör man i Sverige“ und die „Socialdemokraterna“ (die ö-SPÖ) hat mit 50% gewohnen. Einer aus unserem Kurs meinte „ha – die gewinnen. Viele Schweden sind mit Ausländern verheiratet also sind wir representativ“ … lach … ich weiss ja nicht, aber wir werdens ja morgen sehen. Aber mit einem hat er recht … ich glaube 20 von meinen 26 Mitschuelern sind mit Schweden verheiratet oder zusammen. Hej, wir sind halt IN und blond ist out. 🙂

Von Elchen und Autos …

Hallo meine Lieben,

also mein Leben in Schweden schreitet voran. Wir haben ein neues Ikea Regal, der Esstisch steht auch endlich in der Kueche. Mein Auto hat endlich schwedische Kennzeichen, ganz schick mit der schwedischen Krone darauf. Wir waren im Wald Eierschwammerl (schwedisch: Kantarell) suchen, ich habe schwedische Marmelade gekocht und nun endlich sind wir auch im Elchpark gewesen.

Alles in allem fuehle ich mich in Schweden echt sehr wohl. Wenn da die Sprache nicht wäre. Und auch das wird angepackt, genau in einer Woche geht mein Schwedischkurs los bei Komvux. Dies ist in einer Schule eingelagert und der Kurs beginnt auch am ersten schwedischen Schultag. Ich bin gespannt und auch nervös, als wuerde ich gerade in die 1. Klasse Gymnasium kommen. Ich habe Angst meinen Raum nicht zu finden usw. usf. Aber ich denke das wird sich alles geben, oder was meint ihr.

Da ich vor dem Auswandern alles genau wissen wollte hier einige Shortfacts fuer die Interessierten:

ID-Kort: Ich war beim Skatteverket und wollte mir eine ID-Karte holen, das Äquivalent zum österreichischen Personalausweis. Das ging leider nicht so leicht wie ich mir dachte. Mein EU Pass ist zwar noch bis 2015 gueltig aber nicht nach den neusten EU Richtlinien, deswegen konnte ich keine ID Kort bekommen. Erst, wenn ich entweder einen neuen Pass habe oder wenn ich mit meinem „Sambo“ 6 Monate zusammen wohne. Es war ein wenig ärgerlich, aber nicht weiter schlimm, ich werde einfach im November nochmal einreichen. Also ein guter Tipp: Wenn ihr auswandert, lasst euch nochmal einen neuen Pass machen!

Auto: Jeder macht es anders, so hab ichs gemacht:

– Auf der Website http://www.transportstyrelsen.se/ habe ich erstmal oben rechts „english“ ausgewählt.

– dann auf auf „Importing vehicles & verification of origin“ klicken

– dann auf „Application for verification of origin“ dort fuellt man in 6 Schritten alle Infos ueber das Fahrzeug aus. Diese Seite kann man dann ausdrucken und darauf steht auch die Adresse an die man das „Formular“ mit allen Autopapieren schicken muss, bei mir war es nach Örebrö. Mein Problem war, das Transportstyrelsen einen Kaufvertrag meines Autos wollte und den hatte ich nicht mehr – also hatte ich ein paar unanehmliche Telefonate mit meinem EX-Autohändler, bedenkt das bitte also vor dem Umzug. Ihr braucht Kaufvertrag, Zulassungspapiere, Eigentuemerpapiere

– Man hat verschiedene Optionen als was man das Auto betitelt, ich habe „Umzugsgut“ angeklickt, das ist etwas teurer, ich glaube man zahlt 300 Kronen extra, dafuer steht, die Auto-Inspektion ist etwas legerer.

– Als nächster Schritt bekam ich dann eine Rechnung. Man hat 3 Monate Zeit zu zahlen, der Fall wird aber erst behandelt, nachdem das Geld bei Transportstyrelsen eingegangen ist. Ich hatte die Rechnung ein paar Wochen daheim liegen und habe erst bezahlt als ich alle Papiere zusammen hatte und geschickt hatte.

– Wenn alles passt (ich musste noch etwas nachschicken) dann bekommt man eine „Verification of Origin“ bzw. eine Bestätigung der schwedischen Ursprungskontroll. Auf dem Bestätigungsbrief steht auch gleich die Telefonnummer, die man waehlen muss um einen Termin beim schwedischen TUEV zu bekommen.

– Der Termin habe ich 4 Wochen später bekommen, liegt aber auch daran das Sommer war. Ganz anders als in Ö macht hier der Pruefer eine Testfahrt mit dem Auto und man sitzt daneben und schluerft Kaffee waehrend das Auto hochgehoben, Räder und Lichter getestet werden. Auch bekam ich den guten Tipp das Auto vorher vorzubereiten, z.b. die Gurte auf der Rueckbank zusammen zu schnallen, so dass der Pruefer nicht „grantlert“ wird wenn er die Gurte hinten testet, man will ihn ja bei Laune halten. Auch wurde ich vorher gefragt was das Auto wiegt …. das war auch so eine Sache, die ich nicht so einfach auf den „Schick,Schnack“ Schildern meines kleinen Silberblitzes ablesen konnte, aber das liegt an meinem eigenen technischen Missverständnis.

– Nach dem Termin wurde mir sofort mein tolles neues Kennzeichen mitgeteilt und das die Schilder in den nächsten 3 Tagen zugeschickt werden. Das passierte auch alles nahtlos und ich muss sagen, der schwedische TUEV Pruefer war der netteste den ich jemals getroffen habe. Ich frage mich ueberhaupt ob es soetwas wie ein staubiges, unfreundliches, pragmatisiertes Beamtentum wie in Österreich hier gibt.

– Nun nur noch die Versicherung und dann wäre alles erledigt … so dachte ich. Doch nun kam ein Brief vom Transportstyrelsen mit meinen Steuern. Steuern???? Ja, mein Freund hat es mir erklärt, die Autosteuern muss man extra zahlen in Schweden und ich hatte mich schon gewundert, dass ich eine so billige Versicherung bekommen hab …. oi oi oi …. in Ö wird man von der Versicherung eingestuft, da zahlt man die Steuer quasi gleich mit. Nun bin ich etwas verwirrt, aber ich nehme an auch daran werde ich mich gewöhnen. Die Steuern betragen 600 Kronen von August bis Dezember.

So … ich melde mich wieder wenn der Sprachkurs startet und versinke jetzt wieder in eines meiner Buecher.